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Die Blase platzt

Unsere These auf dieser Website war seit Jahren: Die Blase wird platzen!

Corona hat es nun leider bewirkt!

Wieder einmal wurden die luftigen Kommentare und Prognosen der Medienmenschen zu den Finanzmärkten schmerzhaft widerlegt. Die harte Realität hat ihre Geltung verlangt!

Bis das Corona-Virus in Italien als erstem europäischen Land zur Abschottung ganzer Regionen geführt hat, konnte man von „Anlageexperten“ Sprüche wie folgt hören:

  • Die Aktien und damit die Indices haben immer noch Spielraum nach oben.
  • Es gibt keine Anzeichen für eine Wirtschaft- oder Finanzkrise!
  • Immobilien sind in deutschen Metropolen, mit Ausnahme Münchens, im internationalen Vergleich immer noch günstig, also weiterhin kaufen!

Vergessen war, dass auch völlig andere als reale wirtschaftliche Ereignisse zu katastrophalen Abstürzen der Finanzmärkte geführt und Volkswirtschaften in die Rezession getrieben haben:

  • Die Attentate von Terroristen am 11. September 2001 – sie hatten als solche nichts mit der Wirtschaft den Finanzmärkten zu tun.
  • die geplatzte Blase des Neues Marktes im Jahr 2003 – Dot Com - zog fast alle Aktien und damit -indices nach unten. Dabei waren die Aktien der erstrangigen Indices nicht überbewertet.
  • Die Subprime-Krise wurde durch unseriöse Kreditvergaben und -verbriefungen und Verkauf an Banken auch in Europa verursacht. Dennoch führte sie zu einer Panik auch bei Banken und Unternehmen, die nicht in solche Subprime-Papiere investiert hatten.

Anleger reagieren nun einmal nicht rational. Viele sind auch in den vergangenen Jahren erst in Aktien, Aktien- und Mischfonds eingestiegen, als die Kurse bereits in der Nähe der Höchststände waren. Sie fielen auf die „Verkäufer“ bei Banken und Fonds herein, die ihnen erneut einredeten, ein Mischfond sei sicher, weil man rechtzeitig den Aktienanteil verringere! Fragen wir kritisch: Welcher Fondsmanager ist um  Weihnachten, nachdem das Coronavirus in China in seinen Ausmaßen sichtbar wurde, aus den Aktien ausgestiegen?

Die Niedrigzinsphase hat doch Fondsverkäufern und erst recht Immobilienverkäufern, die verzweifelt Anleger bis hin zu vielfachen Millionären regelrecht in die Arme getrieben!

Unsere These:

Die schlechteste Geldanlage ist diejenige, bei der Substanz vernichtet wird!

interessiert solche „Verkäufer“ selbstverständlich nicht.

Ein guter Anlageberater hätte spätestens um Weihnachten seinen Anlegern raten können: In den Aktien zu bleiben ist höchst spekulativ. Er hätte ihnen geraten, wenn sie spekulieren wollen, auf ein Zertifikat auf einen fallenden Aktienindex zu setzen, denn dass die Indices irgendwann fallen, war klar. Nur das Ereignis, der Nadelstich, der den viel zu gross aufgeblasenen Ballon zum Platzen bringt und sein Zeitpunkt waren ungewiss.

Die Lehre ist einfach: Blasen in den Finanzmärkten brauchen keine spezifisch finanzmarkmässiges Ereignis, um zu platzen. Ein Nadelstich ganz anderer, auch fremder Art genügt.

Aber auch dieses Mal werden wir erleben, was der Schriftsteller Max Frisch so formuliert hat:

„Ein Lehrstück ohne Lehre“.

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